
Der Schiefe Turm von Pisa als Symbolbild zur aktuellen PISA-Studie und zur Entwicklung der Lesekompetenz.
Die neuen PISA-Ergebnisse 2025 (veröffentlicht am 8.9.2026) sind beim Thema „Lesekompetenz“ besonders alarmierend. In Deutschland erreichen nur noch 68 Prozent der 15-Jährigen mindestens das grundlegende Kompetenzniveau 2. Knapp ein Drittel bleibt darunter. Und nur 7 Prozent erreichen beim Lesen Kompetenzstufe 5 oder höher – also ein Niveau, auf dem auch längere Texte, abstrakte Zusammenhänge und implizite Informationen sicher verarbeitet werden können. Die Ergebnisse von 2025 sind in Deutschland die niedrigsten, die PISA bislang in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften gemessen hat.
Das ist zunächst eine Nachricht über Schüler/innen. Aber dabei sollte die Diskussion nicht stehenbleiben. Denn Lesen ist keine Fähigkeit, die wir mit 15 Jahren ein für alle Mal erworben haben. Wie wir lesen, wie häufig wir längere Texte lesen und wie souverän wir mit komplexen Informationen umgehen, betrifft Erwachsene mindestens ebenso sehr. Und die Bedingungen dafür haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert.
Wir lesen heute mehr am Bildschirm, springen zwischen E-Mails, Webseiten, Chats und PDFs, werden permanent unterbrochen – und können uns ganze Texte inzwischen von Künstlicher Intelligenz zusammenfassen lassen. Gerade deshalb lohnt sich die Frage: Was passiert, wenn wir zwar immer mehr Informationen konsumieren, aber immer weniger anspruchsvoll lesen?
Was PISA 2025 beim Lesen tatsächlich zeigt
Beim Lesen sind die deutschen Ergebnisse zwischen 2022 und 2025 erneut gesunken. Gegenüber 2015 hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler unterhalb des grundlegenden Kompetenzniveaus sogar um 15 Prozentpunkte erhöht. (OECD)
Die oft etwas abstrakten PISA-Kompetenzstufen werden verständlicher, wenn man sich anschaut, was sie konkret bedeuten. Wer mindestens Stufe 2 erreicht, kann beispielsweise die Hauptaussage eines mittellangen Textes erkennen, Informationen anhand bestimmter Kriterien finden und über Funktion und Form eines Textes nachdenken. 32 Prozent der getesteten Jugendlichen in Deutschland erreichen dieses Niveau nicht.
Am oberen Ende ist die Gruppe noch kleiner: Nur 7 Prozent erreichen Stufe 5 oder höher. Diese Leser/innen können laut OECD unter anderem längere Texte verstehen, mit abstrakten oder zunächst widersinnig erscheinenden Konzepten umgehen und anhand indirekter Hinweise zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden.
Gerade diese zweite Zahl verdient Aufmerksamkeit. Denn in Ausbildung, Studium und Berufsleben genügt es häufig nicht, einen einfachen Sachverhalt aus einem kurzen Text herauszufiltern. Gefordert sind genau jene Fähigkeiten, die bei den höheren Kompetenzstufen eine Rolle spielen: Zusammenhänge herstellen, Relevantes von Unwichtigem unterscheiden, implizite Aussagen erkennen und Informationen kritisch beurteilen. Diese Kompetenzen spielen nicht zuletzt im Hinblick auf einen souveränen und intelligenten Umgang mit den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz eine entscheidende Rolle.
Lesekompetenz ist auch ein Erwachsenenthema
Dass die Herausforderung nicht an der Schultür endet, zeigt eine andere große OECD-Untersuchung: der Survey of Adult Skills 2023 (PIAAC).
In Deutschland erreichen 22 Prozent der 16- bis 65-Jährigen beim Lesen lediglich Kompetenzstufe 1 oder weniger. Am anderen Ende der Skala kommen 14 Prozent auf die höchsten Stufen 4 oder 5. Diese Erwachsenen können lange und dichte Texte über mehrere Seiten verstehen und bewerten, komplexe oder verborgene Bedeutungen erschließen und dabei ihr Vorwissen einbeziehen. (OECD)
Deutschland liegt damit zwar bei der Erwachsenen-Lesekompetenz insgesamt etwas über dem OECD-Durchschnitt. Dennoch bleibt die Spannweite erheblich.
Und gleichzeitig verändern sich die Anforderungen: Vor 25 Jahren bestand der berufliche Lesestoff noch viel häufiger aus gedruckten Berichten, Akten, Fachzeitschriften und Büchern. Heute lesen wir Mails, Chats, Präsentationen, Webseiten, digitale Fachpublikationen und Datenbanken – oft mehrere davon parallel. Das Lesen findet weitgehend am Bildschirm statt, was an und für sich von den meisten Menschen als anstrengend empfunden wird.
Vor allem bedeutet die Digitalisierung des Lesens: Information ist nicht mehr knapp. Aufmerksamkeit ist knapp. Und unsere Bereitschaft schwindet, uns mit längeren und anspruchsvollen Texten überhaupt noch zu beschäftigen.
Was Lesen mit unserem Gehirn macht
Genau an dieser Stelle wird eine aktuelle Debatte aus der Hirn- und Leseforschung interessant.
Die FAZ-Autorin Wiebke Hollersen hat anlässlich der neuen PISA-Ergebnisse die Forschungsergebnisse des Psycholinguisten Falk Huettig vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig sowie Arbeiten der US-amerikanischen Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf zusammengetragen (FAZ vom 13.9.2026: Ist das Ende des Lesens nah? Was das Lesen mit unserem Gehirn macht).
Wolf weist seit Jahren auf eine Besonderheit des Lesens hin: Anders als Sprechen ist Lesen keine Fähigkeit, für die unser Gehirn evolutionär ein fertiges System mitbringt. Beim Lesenlernen müssen bereits vorhandene neuronale Netzwerke für eine neue Aufgabe miteinander verbunden werden. Visuelle Wahrnehmung, Sprache, Gedächtnis, Kognition und Emotion wirken dabei zusammen.
Auch Huettigs Forschung deutet darauf hin, dass Lesen mit einer Reihe kognitiver Leistungen zusammenhängt. In einer Untersuchung im indischen Chennai verglich sein Team Menschen mit sehr unterschiedlichen Lesefähigkeiten. Bei einer späteren Wiedererkennungsaufgabe für Bilder schnitten die besseren Leser besser ab, besonders beim Erkennen von Gesichtern. Der Befund allein beweist natürlich nicht, dass Lesen jede dieser Fähigkeiten unmittelbar verursacht; er passt jedoch zu einem breiteren Forschungsbild über die weitreichenden Zusammenhänge zwischen Lesen und kognitiver Verarbeitung.
Besonders interessant ist Huettigs Unterscheidung zwischen den indirekten und direkten Trainingseffekten des Lesens: Wer liest, begegnet neuen Begriffen, Argumenten und Denkmodellen, erweitert seinen Wortschatz und muss Informationen im Arbeitsgedächtnis behalten. Einen Teil davon können auch Podcasts oder Hörbücher leisten.
Doch beim eigentlichen Lesen kommt noch etwas hinzu: Wir müssen Schriftzeichen visuell erfassen, Bedeutungen aktiv konstruieren, Erwartungen bilden und unsere Augen und Aufmerksamkeit kontinuierlich durch den Text steuern.
Warum wir schwierige Texte nicht abschaffen sollten
Ausgerechnet angesichts sinkender Lesekompetenz könnte die Versuchung entstehen, Texte immer weiter zu vereinfachen – oder uns immer stärker auf die Zuarbeit der Künstlichen Intelligenz zu verlassen. Schon jetzt besteht vielfach die Neigung, längere und „anstrengende“ Texte lieber von der KI zusammenfassen oder in „einfache Sprache“ umwandeln zu lassen.
All dies wäre zumindest als allgemeine Lösung problematisch.
Huettig weist darauf hin, dass Menschen ihre Fähigkeit zum Umgang mit komplexen Fragestellungen auch dadurch entwickeln, dass sie komplexe Texte lesen. Anspruchsvolle Lektüre funktioniert insofern ähnlich wie körperliches Training: Wer immer nur unterhalb seiner Belastungsgrenze bleibt, setzt weniger Trainingsreiz.
Das bedeutet nicht, dass jeder Text möglichst kompliziert geschrieben sein sollte. Gute Sprache darf und soll verständlich sein.
Es bedeutet etwas anderes: Wir sollten die Fähigkeit nicht verlieren, einen Text auch dann zu erschließen, wenn er sich nicht in drei Bulletpoints und einer 20-Sekunden-Zusammenfassung auflösen lässt.
Gerade für Wissenschaftler/innen, Fach- und Führungskräfte oder Menschen in wissensintensiven Berufen gehört der Umgang mit komplexen Texten zum Alltag. Studien, Verträge, Gutachten, wissenschaftliche Veröffentlichungen oder strategische Konzepte lassen sich aber nicht immer sinnvoll auf „einfach“ reduzieren.
Und dann kam die KI…
Mit ChatGPT und anderen KI-Systemen stellt sich die Frage noch einmal neu: Warum überhaupt 40 Seiten lesen, wenn die KI daraus in wenigen Sekunden zwei Seiten machen kann?
Manchmal ist genau das sinnvoll. Wir nutzen KI selbst und sehen sie keineswegs als Gegner des Lesens. Im Gegenteil: Sie kann beim Sichten, Strukturieren und Vorbereiten einer Lektüre ausgesprochen hilfreich sein.
Doch eine Zusammenfassung beantwortet immer nur die Fragen, die ausdrücklich oder implizit an den Text gestellt wurden. Sie trifft eine Auswahl. Und wer beurteilen will, ob diese Auswahl sinnvoll, vollständig und sachlich richtig ist, benötigt wiederum Wissen und Urteilskraft.
KI macht Lesekompetenz deshalb nicht automatisch überflüssig. Sie verschiebt die Anforderungen.
Bei einem langatmigen KI-Text müssen wir schnell Relevantes erkennen und Unwichtiges überspringen können. Bei einer sehr stark verdichteten Antwort kann dagegen genaues Lesen notwendig werden: Wenn fast jeder Satz Information trägt, ist oberflächliches „Querlesen“ keine gute Strategie.
Und wer eine KI-Antwort kritisch beurteilen will, braucht etwas, was keine Software für ihn übernehmen kann: eine Vorstellung davon, was für ihn selbst wichtig ist sowie Fachwissen innerhalb des jeweiligen Themas.
Schneller – oder tiefer lesen?
An dieser Stelle entsteht leicht ein falscher Gegensatz: Auf der einen Seite steht vermeintlich das langsame, gründliche „Deep Reading“, auf der anderen Seite „Speed Reading“.
Gutes Lesen besteht aber gerade nicht darin, alles möglichst schnell zu lesen.
Ein/e erfahrene/r Leser/in verfügt über eine Art „Gangschaltung“. Er/sie kann einen Text zunächst überblicken, gezielt nach einer Information suchen, manche Abschnitte überspringen – und an einer schwierigen oder besonders relevanten Passage sehr langsam und konzentriert lesen.
Die entscheidende Fähigkeit heißt deshalb: Flexibilität.
Lesetempo und Textverständnis gehören zusammen. Wer lediglich schneller über eine Seite fliegt und anschließend weniger verstanden hat, liest nicht effizienter. Umgekehrt ist auch unnötig langsames Wort-für-Wort-Lesen nicht automatisch gründlicher, u.a. weil dabei die Gedanken sehr leicht abschweifen oder weil man „den Wald vor Bäumen nicht mehr sieht“.
Ein Grundgedanke unseres Improved-Reading-Trainings ist daher: typische Lesefehler überwinden, die einem höheren Lesetempo entgegenstehen – und gleichzeitig lernen, das Lesetempo bewusst an Text, Vorwissen, Schwierigkeit und Leseziel anzupassen. Es geht nicht um „besinnungsloses Schnelllesen“.
„Lesen lernen muss man zweimal“ – was ein Berliner Schulprojekt zeigte
Dass sich Lesefähigkeiten auch nach der Grundschule gezielt trainieren lassen, konnten wir schon vor rund 20 Jahren in einem Berliner Schulprojekt beobachten.
Zwischen 2003 und 2006 finanzierte die Erhard Höpfner Stiftung Improved-Reading-Kurse an zehn Berliner Schulen. Insgesamt fanden 15 Trainings mit 272 Schüler/innen statt; 266 Teilnehmende gingen in die Auswertung ein. Das Projekt wurde von Prof. Dr. Thomas Rathmann von der Technischen Universität Berlin evaluiert (Evaluation Schulprojekt Erhard Höpfner Stiftung).
Das Ergebnis war bemerkenswert: Die Lesegeschwindigkeit erhöhte sich im Durchschnitt etwa auf das Dreifache. Gleichzeitig stieg auch das gemessene Textverständnis. Die daraus berechnete Leseeffizienz – die Effective Reading Rate, die Tempo und Verständnis kombiniert – nahm im Mittel um den Faktor 3,7 zu.
Dabei ist wichtig, diese Zahlen richtig einzuordnen: Es handelte sich um die Evaluation eines konkreten Schulprojekts, nicht um eine randomisierte wissenschaftliche Vergleichsstudie. Sie zeigt deshalb nicht, dass ein bestimmter Effekt in jeder Schule oder bei jedem/r Jugendlichen exakt reproduziert werden kann.
Interessant ist etwas Grundsätzliches: Lesetechnik wurde in diesen Kursen überhaupt erstmals zum bewussten Trainingsgegenstand. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Blickprozessen, Lesetempo, Textverständnis und unterschiedlichen Lesestrategien – also mit etwas, das man normalerweise irgendwann als „gelernt“ voraussetzt. Die Evaluation berichtet zudem, dass gerade schwächere Leser prozentual besonders deutliche Verbesserungen erzielten.
Der damalige Titel des Projekts lautete deshalb treffend: „Lesen lernen muss man zweimal.“
Erwachsene lesen weniger – obwohl sie mehr Informationen bewältigen müssen
Vielleicht müsste man heute ergänzen: Man muss es nicht nur zweimal lernen – man muss es erhalten und weiterentwickeln.
Denn Lesen konkurriert inzwischen mit einer Vielzahl anderer Medien. Der von der FAZ-Autorin Hollersen zusammengefasste Forschungsbericht verweist beispielsweise auf die deutsche Zeitverwendungserhebung: Die durchschnittliche tägliche Lesezeit sank demnach über alle Altersgruppen von 37 Minuten im Jahr 2002 auf 27 Minuten im Jahr 2022.
Das geschieht ausgerechnet in einer Zeit, in der viele Wissensarbeiter subjektiv das Gegenteil erleben: Sie haben das Gefühl, den ganzen Tag zu lesen.
Beides kann gleichzeitig stimmen: Wir lesen unzählige Mails, Messenger-Nachrichten, Teams-Chats, Headlines, Suchergebnisse und KI-Antworten. Doch das ist etwas anderes, als längere Zeit in einen zusammenhängenden, anspruchsvollen Text einzutauchen.
Vielleicht ist daher weniger die Frage: Lesen wir noch? Sondern: Was lesen wir – wie lange, wie konzentriert und mit welcher Tiefe?
Was Erwachsene aus PISA 2025 mitnehmen können
PISA testet 15-Jährige. Die Ergebnisse dürfen deshalb nicht einfach auf Erwachsene übertragen werden.
Aber sie sollten uns daran erinnern, dass Lesekompetenz keine triviale Kulturtechnik ist, die nach der Grundschule automatisch erhalten bleibt.
Die OECD selbst hebt hervor, dass Lesekompetenz gerade in einer digitalen Welt notwendig ist, um Informationen zu finden, zu bewerten, zu interpretieren und über sie zu reflektieren. Im OECD-Durchschnitt ist der Rückgang beim Lesen seit 2015 sogar stärker ausgefallen als in den anderen getesteten Bereichen. (OECD)
Für Erwachsene kommt etwas hinzu: Wir haben die Möglichkeit, unser Lesen bewusst zu verändern.
Wir können anspruchsvolle Texte wieder häufiger lesen. Wir können Ablenkungen reduzieren. Wir können lernen, Texte zunächst zu überblicken und dann gezielt zu vertiefen. Und wir können die Geschwindigkeit und die Techniken unseres Lesens trainieren.
Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft der aktuellen PISA-Debatte: Gutes Lesen ist kein Talent, das man entweder besitzt oder nicht besitzt. Lesen ist eine komplexe Fähigkeit – und Fähigkeiten lassen sich trainieren.
Häufige Fragen zu PISA 2025 und Lesekompetenz
Wie viele Jugendliche in Deutschland erreichen bei PISA 2025 das grundlegende Leseniveau?
68 Prozent der 15-Jährigen erreichen mindestens Kompetenzstufe 2. 32 Prozent liegen darunter.
Wie viele erreichen eine besonders hohe Lesekompetenz?
7 Prozent erreichen in Deutschland Kompetenzstufe 5 oder höher. Sie können unter anderem längere Texte verstehen, abstrakte Konzepte verarbeiten und Fakten von Meinungen anhand impliziter Hinweise unterscheiden.
Ist Lesekompetenz auch bei Erwachsenen ein Problem?
Ja. Nach dem OECD Survey of Adult Skills 2023 erreichen 22 Prozent der 16- bis 65-Jährigen in Deutschland nur Kompetenzstufe 1 oder weniger. Zugleich erzielen 14 Prozent die hohen Stufen 4 oder 5.
Kann Lesekompetenz trainiert werden?
Lesestrategien, Blickprozesse und ein flexibler Umgang mit unterschiedlichen Texten können trainiert werden. Eine frühere Evaluation von Improved-Reading-Kursen an Berliner Schulen dokumentierte deutliche Verbesserungen von Lesetempo und Textverständnis; wegen des Designs sollte sie jedoch als Projektevaluation und nicht als kontrollierte Wirksamkeitsstudie verstanden werden. Auch für Erwachsene besteht erhebliches Potenzial, die eigene Lesefähigkeit systematisch zu trainieren, wie die Leseforschung der letzten Jahrzehnte zeigt (in Deutschland besonders Prof. Ralph Radach von der Uni Wuppertal).
Macht KI Lesen künftig überflüssig?
KI kann Texte zusammenfassen, strukturieren und analysieren. Um ihre Ergebnisse sinnvoll zu bewerten, bleiben jedoch eigenes Wissen, Textverständnis, kritische Prüfung und die Fähigkeit zur Relevanzbewertung erforderlich.
Quellen und weiterführende Literatur:
OECD: PISA 2025 Results – Germany Country Note, veröffentlicht am 8. September 2026. OECD: PISA 2025 – Deutschland
OECD: Survey of Adult Skills 2023 – Germany. OECD: Erwachsenenkompetenzen in Deutschland
Wiebke Hollersen: Ist das Ende des Lesens nah? Warum Lesen für das Gehirn wichtig ist, FAZ, September 2026. Der von dir bereitgestellte Artikel bildet insbesondere die Grundlage für die Passagen zu Falk Huettig und Maryanne Wolf.
Prof. Dr. Thomas Rathmann: Lesetraining in der Sekundarstufe II und in den 10. Klassen von Realschulen – Evaluierung eines Schulversuchs der Erhard Höpfner Stiftung in Berlin (2003–2006), abrufbar hier: Evaluation Schulprojekt Erhard Höpfner Stiftung.
Bildnachweis: David Mitchell auf pixabay (https://pixabay.com/de/photos/italien-pisa-schiefen-turm-3812025/)
Über Improved Reading
Improved Reading ist ein seit den 1960er-Jahren entwickeltes Trainingssystem zur Verbesserung von Lesetempo und Textverständnis. Trainiert werden sowohl visuelle Blickprozesse als auch flexible Lesestrategien, mit denen das Lesen an Aufgabe, Vorwissen und Schwierigkeitsgrad angepasst wird. In Deutschland wird Improved Reading seit 2001 angeboten; mehr als 50.000 Menschen haben bislang an Präsenz- und Onlinekursen teilgenommen.

