Von Friedrich Hasse  |  in Speed Reading Trainer Friedrich Hasse

Als Speed Reading-Trainer auf Kreuzfahrt

Foto: Improved Reading

Knapp zwei Wochen mit der „MS Astor“ auf hoher See, einmal um die britischen Inseln herum (England, Irland, Schottland) – das war (Mitte/Ende Mai) mein wohl bisher ungewöhnlichster Einsatz als Speed Reading-Lesetrainer!

Wollen Kreuzfahrtpassagiere überhaupt schneller lesen lernen? Diese Frage beunruhigte mich im Vorhinein ein wenig…aber die zuverlässig hohe Zahl von 35-40 Teilnehmern auf meinen Veranstaltungen belehrte mich bald eines Besseren.

Das Publikum befand sich in einem durchaus fortgeschrittenen Alter, großenteils Pensionäre, davon allerdings ein hoher Anteil hochgebildeter und geistig ausgesprochen beweglicher und aktiver Menschen. Kein Wunder also, dass Lesen generell eine große Rolle für sie spielte – und das Interesse hoch war, die Lesefähigkeit zu steigern.

Die wichtigsten Gründe für das Interesse an Speed Reading auf der Kreuzfahrt:

  • Weniger Müdigkeit beim Lesen. Ein Teilnehmer berichtete mir nach kurzer Zeit, dass er mit meinem Tipp, einfach schneller zu lesen, um dadurch das Gehirn wach zu halten, bereits gute Erfahrungen gesammelt habe.
  • Geistig aktiv bleiben und Altersdemenz vorbeugen. Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass Lesen eine wichtiger Rolle dabei spielt, dass wir unsere geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten.
  • Speed Reading-Tipps an Kinder oder Enkel weitergeben
    … die mitten in Ausbildung oder einem stressigen Job stehen und dankbar sind für Hinweise, wie sie die Informationsflut souveräner bewältigen können.
  • Es gibt noch so viel zu lesen… und im hohen Alter wächst gleichzeitig das Bewusstsein für die unvermeidlichen Grenzen, die unserer Wissensbegierde gesetzt sind. Um so besser also, wenn man seine vorhandenen Fähigkeiten optimal nutzt.

Gern denke ich an die vielen wertvollen Gespräche mit unterschiedlichen Menschen mit einer langen Lebenserfahrung zurück. Es war eine äußerst spannende und reizvolle Erfahrung – hoffentlich nicht die letzte dieser Art.

 

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