Von Friedrich Hasse  |  in Allgemein

Tagträumen – gut oder schlecht?

Foto: Devanath (https://pixabay.com/en/harmony-relax-rock-moqui-stone-1229893/)

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Wie so häufig gibt es kein klares „Ja“ oder „Nein“ auf diese Frage, sondern entscheidend ist, dass wir das Tagträumen kontrollieren, wie Neurowissenschaftler jetzt herausgefunden haben.

Speed Reading-Kenner wissen, dass Lesen im Normaltempo in der Regel einfach zu langsam für unser Gehirn ist – es fängt an, sich zu langweilen, und die Gedanken schweifen ab. Genau deshalb wollen wir die Lesegeschwindigkeit erhöhen: um einfach „gehirngerecht“ zu lesen und voll bei der Sache zu sein – oder auch: „im Flow“, wie es manchmal heißt… (Lesen Sie dazu auch den folgenden Blog-Beitrag speziell zum Thema „abschweifende Gedanken“.)

Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Universität in York in England haben jetzt die andere, positive Seite des Tagträumens entdeckt: Lässt man es hin und wieder bewusst zu, werden Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit gestärkt.

Wer z.B. dank Speed Reading-Technik in der Lage ist, je nach Situation die Gedanken zu fokussieren oder zu entgrenzen, also zwischen beiden Geisteszuständen bewusst zu wechseln, ist am besten dran: „Kann man sie [die Tagträume] gut kontrollieren, sie also unterdrücken, wenn es wichtig ist, und ihnen freien Lauf lassen, wenn es möglich ist, kann man den größtmöglichen Nutzen aus ihnen ziehen“, so einer der Forscher.