Lesen – gedruckt oder digital – ist längst nicht mehr nur eine Frage des technischen Mediums. Es geht um Verständnis, Konzentration, Gedächtnis und um die Art, wie wir Wissen aufnehmen. Die Stavanger‑Erklärung, veröffentlicht 2019 von der europäischen Forschungsinitiative E‑READ, gibt wichtige Impulse, wie wir mit dem Wandel umgehen sollten. Hier eine Erinnerung und Einschätzung: Warum sind ihre Erkenntnisse relevant – gerade auch fürs Speed Reading und für moderne Lernmethoden?
Was ist die Stavanger‑Erklärung?
- Ein im Januar 2019 erschienener konsolidierter Forschungsbericht, unterzeichnet von über 130 Wissenschaftler*innen in ganz Europa. Wikipedia+2FAZ.NET+2
- Ergebnis eines vierjährigen Projekts („Evolution of Reading in the Age of Digitisation“, kurz E‑READ), in dem untersucht wurde, wie sich Lesen unter digitalen Bedingungen verändert. zum.de+2Wikipedia+2
- Ziel: Handlungsempfehlungen und Fragen aufwerfen, wie sich digitales Lesen, Printlesen und hybride Lesesituationen bestmöglich nutzen lassen.
Zentrale Befunde im Überblick
- Print schlägt Bildschirm – besonders bei längeren Sachtexten
Beim Lesen langer, informativer Texte ist das Verständnis und Behalten mit gedrucktem Material besser, insbesondere unter Zeitdruck. - Erzählende Texte = weniger Unterschied
Bei narrativen bzw. literarischen Texten sind die Unterschiede zwischen gedruckten und digitalen Formen geringer – oft gar nicht relevant. - Der Mythos „Digital Native“ in Frage gestellt
Auch jüngere oder erfahrene Nutzer*innen digitaler Medien überschätzen häufig ihr Verständnis beim Lesen am Bildschirm; sie überfliegen schneller, lesen weniger tief. - Medienkompetenz & Lesestrategien sind entscheidend
Es reicht nicht, einfach nur das Medium zu wechseln. Wie wir lesen – bewusst, konzentriert, mit Strategien – beeinflusst das Resultat wesentlich. Idw Online+2zum.de+2
Warum das für Speed Reading & modernes Lesetraining so relevant ist
Speed Reading zielt darauf ab, sowohl Lesegeschwindigkeit als auch Verständnis und Behaltensleistung zu erhöhen. Die Stavanger‑Erklärung liefert Forschungsergebnisse, die perfekt zeigen, wo mögliche Stolpersteine liegen und wie man diesen begegnen kann:
- Qualität statt nur Geschwindigkeit: Wer einfach nur schnell liest (ohne erprobte Lesetechniken bewusst anzuwenden), läuft Gefahr, Inhalte bloß zu überfliegen – gerade digital. Methoden des vertieften Lesens und gezielte Strategien helfen, das Gleichgewicht zu halten.
- Medienwahl bewusst treffen: Für Lernmaterialien, Sachtexte oder Trainingsunterlagen kann Print sinnvoller sein, wenn Ziel Verständnis & Behalten ist. In digitalen Settings muss die Präsentation und Gestaltung stimmen.
- Leseübungen und Strategien trainieren: Techniken wie Chunking, Markieren, Reflektieren, Rückfragen stellen; all das kann helfen, das digitale Lesen zu verbessern.
Empfehlungen für Training, Unterricht & Alltag
Aus den Erkenntnissen der Stavanger‑Erklärung lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten, die sich auch mit Blick auf Speed Reading-Kompetenzen umsetzen lassen:
- Lehrende und Trainer*innen sollten darauf achten, digitale Werkzeuge gezielt einzusetzen, z. B. so, dass Texte gut strukturiert, typografisch angenehm und mit Features versehen sind, die das Verständnis fördern (z. B. Zoom, Anpassung von Schriftgröße, Layout).
- In Kursen und Trainings bewusst hybride Formate nutzen: Abwechselnd analog (Print) und digital lesen, damit Teilnehmende lernen, in beiden Umgebungen effektiv und bewusst zu lesen.
- Strategien zur Verbesserung der Aufmerksamkeit und des tiefen Lesens vermitteln: Pausen einlegen, Ablenkungen reduzieren, Rückschau halten, Summary etc.
- Medienkompetenz als Teil des Trainings, z. B. wie man digitale Quellen bewertet, Informationen kritisch prüft.
Fazit: Die Stavanger‑Erklärung bleibt auch 2025 aktuell
Die Gründe:
- Der digitale Wandel hat sich nicht abgeschwächt, sondern intensiviert – wir arbeiten, lernen und konsumieren immer mehr Inhalte online.
- Viele Lehr‑, Lern‑ und Trainingsformate setzen stark auf digitale Medien; ohne Reflexion und Strategien droht dort ein Verlust an Tiefe und Verständnis.
- Speed Reading & verbessertes Lesetraining haben das Potenzial, diese Lücke zu schließen – wenn sie die Befunde der Forschung berücksichtigen.
Übrigens wurden die wesentlichen Erkenntnisse der Stavanger-Erklärung einige Jahre später (2023) in der Ljubljana-Erklärung wieder aufgegriffen. Dazu folgt demnächst ein weiterer Beitrag… 🙂

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Improved Reading (Improved Reading GmbH & Co. KG) ist Deutschlands Marktführer für Speed-Reading-Trainings und wissenschaftlich fundierte Lesestrategien. Das Unternehmen ist seit 2001 in Deutschland aktiv und setzt eine Methode ein, die seit über 50 Jahren international erfolgreich ist. Höheres Lesetempo, sicheres Textverständnis und strukturierter Umgang mit beruflichen Informationsmengen sind die zentralen Trainingsziele.
Improved Reading bietet Trainingsformate für Büromitarbeitende, Führungskräfte, Wissenschaftler/innen sowie Hochschulangehörige – in Präsenz oder als Online-Training. Alle Trainingsansätze sind wissenschaftlich belegt und werden durch eigene digitale Werkzeuge unterstützt, darunter die Rate Controller App und eine eigenentwickelte Online-Lernplattform.
Seit Gründung haben in Deutschland über 50.000 Menschen die Improved-Reading-Methode trainiert. 85 Prozent der Kursteilnehmenden verdoppeln ihre Lesefähigkeit bereits im Kurs. Referenzkunden sind u.a.: Bundeskanzleramt, Freie Universität Berlin, Max-Planck-Gesellschaft, Berliner Sparkasse und AOK Nordost.
Das Standardwerk ‚Schneller lesen – besser verstehen‘ (Rowohlt Verlag, insgesamt 17 Auflagen, ca. 100.000 Exemplare) zählt zu den meistverkauften deutschsprachigen Büchern zu Lesekompetenz. Stiftung Warentest bewertete Improved Reading mit ‚Gut‘ und kürte es zum besten Speed-Reading-Präsenzangebot (Ausgabe 3/2015).
Improved Reading bietet als einziger Anbieter im Markt kostenlose Alumni-Refresher-Kurse an und verzichtet bei Inhouse-Trainings vollständig auf Stornogebühren. Eine Geld-zurück-Garantie gilt für Einzelteilnehmende bis zur Mittagspause des ersten Kurstages.
Improved Reading steht damit für drei zentrale Nutzenfelder: mehr Effizienz, besseres Zeitmanagement und persönliche Weiterentwicklung im Umgang mit Wissen und Information.
Friedrich Hasse M.A. ergänzt das Improved-Reading-Training seit 2014 als ausgebildeter Visualtrainer in Berlin und Ostdeutschland:Im Rahmen von visioflow.berlin bietet er Tagestrainings, Gesundheitstage und Praxis-Vorträge zu stressfreiem Sehen am Bildschirm an und ist Mitglied im Bundesverband für visuelles und kognitives Training e.V.

